1500
1700
1700
Automatic
1700TS
1700
Modell´68
1800GL
1800TL
BMW
1800 SA
BMW
2000 SA
BMW 1804 SA
BMW 2004 SA
Gästebuch
eMail
|
BMW
1804 SA/2004 SA 1973 - 74 'Limousine mit Facelift/letzter
GLAS-Nachfolger'
BMW SA ( Pty ) Ltd
.jpg) |
| BMW 2004 - 2,0 Liter 100PS |
Unter
BMW-Regie wurde bereits bei GLAS in Dingolfing ein Prototyp eines verbesserten
Glas 1700 mit BMW Technik und einem Facelift im BMW-Stil samt Rundinstrumenten
entwickelt und gebaut. Im Gegensatz zum späteren BMW 1804 SA/2004
SA wurde bei diesem Prototyp allerdings die Heckpartie original vom GLAS
1700 übernommen. Dazu zählen ebenso wie die 1700er Rücklichter
auch der zum Heck hin gegenüber den Seitenteilen tiefer liegenden
Kofferdeckel, eine Styling Marotte von Frua. Das wurde für den Serienbau
in Südafrika dann später geändert. Kofferraumdeckel und
Seitenteile hatten von dort an die gleiche Höhe.
Die
Front des Prototypen glich bereits der des späteren 2004 SA
bzw. war mit ihr ziemlich identisch. Entworfen wurde auch diese Änderung
bei Frua. Am Heck, auf den Raddeckeln und über der BMW-Niere an der
Front waren die BMW-Plaketten angebracht. Der BMW-Schriftzug 2000 SA befand
sich bem Prototypen neben dem BMW-Zeichen rechts am Heck. Jegliche Gedanken,
eine solchermaßen verbesserte BMW-GLAS-Limousine auch auf dem deutschen
und europäischen Markt anzubieten, wurde jedoch wegen der hausinternen
Konkurrenz zur "Neuen Klasse" von München verworfen.
Es
dauerte jedoch noch bis 1973, bis diese Karosserieänderungen als Typ
1804 SA und 2004 SA in Serie gehen konnten. Wie bereits erwähnt wurden
auch diese Karosserieänderungen durch Frua durchgeführt. Dieser
wollte die entsprechenden Bleche durch Bocarthi pressen lassen. Wegen eines
Streiks dort gab es jedoch enorme Probleme, erst eine Dingolfinger Mannschaft
war im August 1973 in der Lage die Arbeiten unter Schwierigkeiten vor Ort
auszuführen. Bocarthi selber traute sich wegen des Streiks nicht mehr
in seine eigenen Hallen. Von dort gingen die Bleche dann zu Frua, wo sie
beschnitten, umgebördelt und gefinished wurden, während in Südafrika
parallel die Produktionsvorbereitungen für die gefaceliftete Version
vorbereitet wurde. Per Luftfracht gingen die Frontbleche dann partienweise
nach Südafrika, wo man dringend auf die Teile wartete. Es wurden in
8 Wochen ca. 1000 Satz fertiggestellt, anschließend gingen die Maschinen
zur Überarbeitung per LKW nach Dingolfing und vermutlich wurden die
weiteren benötigten Bleche auch dort hergestellt und bearbeitet, event
auch später nach Südafrika gebracht.. Noch im August konnte so
die Fertigung des 1804/2004 anlaufen. Die Auslieferung begann im September
1973. Beim 1804 und 2004 wurden auch die zu Anfang gewünschten Rundinstrumente
verwirklicht. Frontscheinwerfer und Heckleuchten stammten vom BMW 5er E12,
die Heckleuchten wurden jedoch "auf den Kopf gestellt" eingepaßt.
Das bereits seit 1970 gemietete und sogleich bezogene Werk wurde im März
1973 endgültig durch BMW übernommen, erworben und firmierte seitdem
unter BMW SA ( Pty ) Ltd. Vormals befanden sich hier die Jeep Fertigungsanlagen.
In
dieser Form ( 004 Typen genannt ) lief die Produktion dann bis Mitte 1974,
als BMW die originale 5er Serie ( E12 ) zur Fertigung in Südafrika
freigab. Der E12 war in Deutschland ausgelaufen und dessen südafrikanische
Produktion begann Mitte 1974 zunächst mit dem Modell (520
( Typ E12/8 ), etwas später folgte der 518.
Es
stellt sich nun die Frage, warum die Karosserieänderung an der GLAS-Karosserie
überhaupt durchgeführt wurden und warum diese Version dann nur
für so kurze Zeit produziert wurde. Zunächst gab es in München
wichtigere Dinge für die Entwicklungsabteilung und damit keine Kapazitäten
für solche relativ unwichtig erscheinenden Änderungen. Selber
war man in Südafrika nicht in der Lage ein Facelift dieses Ausmasses
durchzuführen. Da die Qualität der durch PRETOR ausgelieferten
BMW 1800 SA und 2000SA im Vergleich zu den "echten" Münchener Produkten
dermaßen mangelhaft gewesen sein muß, war ein Schnitt und totaler
Imagewandel vonnöten. Im Volksmund sprach man sogar über diesen
BMW von 'Blik Met Wiele' ( Blech mit Rädern ). Der erste Schritt dazu
war ein neues Styling. Front und Heck des ehemaligen GLAS sollten im Design
etwas 'BMW-tpischer' werden, brachte jedoch im Endeffekt keine durchgreifende
Verbesserung. Erst mit Einführung der BMW 5er E12 Baureihe konnte
wieder der BMW-typische Qualitätsstandart erreicht werden. Es kostete
viele Mühen, Geduld und Arbeit, um BMW wieder den Namen zu verschaffen,
den die Firma heute als erfolgreichstes und modernstes Automobilunternehmen
in Südafrika genießt.
©
Archiv Jansen
|