Der Diplomat B V8 wurde von März 1969 bis Juli
77 gebaut. Während anfangs ausschließlich das Spitzenmodell
den Namen 'Diplomat' tragen durfte ( es wurde bekanntlich schon im April
70 die Modellbezeichnung 'Kapitän' fallengelassen, diese hießen
fortan 'Admiral' ), entfiel später auch die Modellbezeichnung 'Admiral'.
Damit hieß auch die einfachste Ausstattungsvariante ( ehemals 'Kapitän
B' ) jetzt 'Diplomat'. Gebaut wurden in der Diplomat V8-Version ( nur
senkrechte Scheinwerfer und Rücklichter ) 11.108 Exemplare, in der
gleichen 6-Zylinder-Einspritzer ('E')-Version 7.617 Fahrzeuge. Gesamtzahl
dieser Karosserievariante (senkrechte Scheinwerfer und Rückleuchten)
18.725 Einheiten.
Diplomat B V8/sierrabeige, Dach Kunstleder braun - Innen Stoff beige - 5,4Ltr. - 230PS - 205km/h - Neupreis 1970: DM 20.257,50 + Zub.
Dieser Diplomat V8 ist mit Klimaanlage, elektrischen
Fensterhebern, 7" Ronalfelgen, Colorverglasung, elektr. Schiededach, Stereo-Cassettenradio
und einer Anhängerkupplung ausgestattet. Ferner sind auf den vorderen
Kotflügeln Halterungen für besonders weit ausladende Spiegel
( Wohnanhängerbetrieb ) zu sehen. Meine Frau fuhr ihn besonders gerne,
mit und ohne Hänger, ein bequemer und leicht zu handhabender Großwagen.
1983, sie war gerade 18 Jahre alt und hatte frisch den Führerschein,
da war es auch das Gefährt, mit dem sie in Lindau an ihrem ersten
Opel-Treffen teilnahm, siehe Foto oben. Auch hier einmal zur Verdeutlichung:
Ein Diplomat B V8 ist in einer solchen Sammlung natürlich
obligatorisch. Hier noch eine etwas unscharfe und etwas ältere Aufnahme
des V8 vor meinem damaligen Domizil in Lindau. Hubraum und Leistung hatten
natürlich ihren Preis, unter 14 bis 16 Liter Super auf 100 km war
der V8 in der Regel nicht zu bewegen. Dafür glänzte er mit bärenstarker
Zugkraft, einem hervorrangenden Fahrwerk mit DeDion-Hinterachse und dement-
sprechend guter Straßenlage. Schätzen lernte ich natürlich
auch die Vorteile einer Klimaanlage in den Sommermonaten.
HPOpel15 Version 2 Stand 28.03.2001 |